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Herstellung Tonpfeifen

#1 von Gerrit Jan ( gelöscht ) , 15.12.2008 14:11

Herstellung Tonpfeifen.

Aus England, Köln, Liege oder Rouen wird weissbackenden Ton importiert. Der Ton wird geweicht, damit verschmutzungen sinken.
Die Mischung ersterbt (zoken nennt man das bei uns...). Nach zweimal mahlen geht der Ton zum Pfeifenbackerei.


By Laafke


Der Pfeifenbacker rollt ein klümpfchen Ton in der Basisform des gewünschten Pfeife und zwar so das die Rohform passt in dem Mall
Durkneten, Kugel machen, dann einer Kegel. Auf der Werkbank roll man der Ton hin und wieder so das ein dickes Teil (Kopf) und ein schmales Teil (Holm) ensteht.
Das Resultat ist dann einer Faden mit eine dicke Obenseite (Kessel) und einer Stängel passend zum Mall.


By Laafke


Das erte Ergebnis ruht dann eine Weile, es soll kräftig werden. Eine Test wird gemacht um zu überprüfen ob weiter gearbeitet werden kann.
Mann nimmt die Pfeife am Kopf fest und schaut ob der Stängel nicht biegt.
Der Pfeifenmacher schiebt einem eingeölte "weijer"(alt-holl. Wort), "wire" (GB)in dem Stängel. Er schiebt den Stängel über dem weijer und nicht andersherum.
Mann benützt dazu eine Rille um das ganze zu vereinfachen.


By Laafke

Der Rohform wird zusammen mit der weijer in einem eingeölten Pfeifenmall gelegt. Man klapt das Mall zu und in Schraubst wird das Mall fest zusammen gepresst.
(Der Ton wird jetzt im Kopf festgedrückt)


By Laafke

In der Öffnung vom Pfeifenmall wird ein geöltem Stopfer getrieben damit der Kessel entsteht. Der weijer wird jetzt nach vorne geschoben bis im Pfeifenkopf.
Wenn man jetzt der Pfeife aus dem Mall holt und wieder in die Rille legt achtet man darauf das der weijer noch im Stängel sitzt.
Die Nahtstellen werden jetzt vorsichtig vom überflüssigem Ton entsorgt. Jetzt entfernt man der weijer.


By Laafke

Wenn die Pfeife etwas getrocknet ist und kräftiger anfühlt werden die Obenseite und das Mundstück geschnizt und überarbeitet.
Das trocknen findet in holzerne Behälter (droogbakken) mit Rillen statt damit die Holmen sich nicht verziehen.
Wenn die Pfeifen weiss aufgetrocknet sind kann man sie mit ein nasser Pinsel aufarbeiten.


By Laafke


By Laafke


By Laafke

Nach eine Woche trocknen geht das ganze im Ofen. Backen bei 950 grad, 4 a 6 Stunden. Abkühlen 12 Stunden. Souvenir-pfeifen werden bei 1050 grad gebacken, danach angemalt und glasiert.


By Laafke

Gerrit Jan

RE: Herstellung Tonpfeifen

#2 von Gerrit Jan ( gelöscht ) , 16.12.2008 03:06

Die Bilder: D. van Maanen. Tekst ist übersetzt durch GJ.

Gerrit Jan

RE: Herstellung Tonpfeifen

#3 von Gerrit Jan ( gelöscht ) , 16.12.2008 20:36

Diese sorten Malle gibt es bei uns (noch)

Gerrit Jan

   

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