Hallo Freunde der Pfeifenkunst, ich bin neu im Sektor Pfeifenbau, nähere mich dieser Kunst langsam an. Gerade bin ich dabei, mein Werkzeug entwas zu ergänzen, damit es bald losgehen kann mit den ersten Objekten. Eine Frage hätte ich vorweg: ist es nicht auch möglich, die Brennkammer mit einem entsprechenden Aufsatz zu fräsen? Oder geht das sinnvoll tatsächlich nur mit einem entsprechenden Löffelbohrer? Erfahrungen? Tipps? Danke.
Zitat von sebheckHallo Freunde der Pfeifenkunst, ich bin neu im Sektor Pfeifenbau, nähere mich dieser Kunst langsam an. Gerade bin ich dabei, mein Werkzeug entwas zu ergänzen, damit es bald losgehen kann mit den ersten Objekten. Eine Frage hätte ich vorweg: ist es nicht auch möglich, die Brennkammer mit einem entsprechenden Aufsatz zu fräsen? Oder geht das sinnvoll tatsächlich nur mit einem entsprechenden Löffelbohrer? Erfahrungen? Tipps? Danke.
Hallo Freund der Pfeifenkunst, Dein vorhaben ist hier sicher gut plaziert und Hilfe und antwort ist sicher auch gewiss, wenn man weiss, mit wem man es zu tun hat. Unter "Allgemein" ist Platz für ein freundliches "Hallo - und einer kleinen Vorstellung".
Soweit ich weiss kann man fräsen oder bohren. Das hängt auch von der eigenen Arbeitstechnik ab. Ich habe gefräste Tabakkammern gesehen, die so glatt waren, dass sie fast von selbst spiegelten. Aber wozu braucht man das, wenn einem Spots die Notwendigkeit aufdrücken, eine Einrauchpaste aufzutragen? Will sagen, eine Fräse für die Tabakkammer ist Perlen vor die Säue, wenn einrauchpaste draufkommt, irgendwie ist es dann wirtschaftlich sinnvoller, den Löffelbohrer zu benutzen.
ich habe letzten Winter mit Kirschholz (Weichsel) einen Versuch gemacht. Dieser ist zwar gescheitert, da das Holz zu frisch war und in der Zwischenzeit gesprungen ist, habe aber noch etwas auf Halde liegen und werde es nochmals probieren.
Den Brennraum habe ich mit einem Forstnerbohrer (Durchmesser 20 mm) ausgebohrt und dann mit einem Kegelsenker (20 mm/90°) einen Zentimeter weitergefräst. Den Kantel habe ich nicht umgespannt, so blieb die Führung unverändert. (Von der geplanten Tiefe der Brennkammer 10 mm abziehen - ergibt die Bohrtiefe des Forstnerbohrers! bei Durchmesser 20 mm und Kegelsenker 90° Sofern Du einen Kegelsenker 120° verwendest vorher Zeichnung machen und ausmessen)
Für den Privatgebrauch eignet sich dieses Verfahren gut und ist m,E. ausreichend.
ich benutze Löffelbohrer, die ich mir von einem befreundeten Werkzeugmacher A. D. anfertigen lasse. Ich kann mir verschiedene Shapes und Durchmesser machen lassen und es wird Werkzeugstahl verwendet, der anschließend gehärtet wird.
Alternativ kann man auch Holzflachbohrer aus dem Baumarkt nehmen: Shape aufzeichnen und dann am Schleifstein vorsichtig herausarbeiten. Kanten (Schneiden) schleifen und fertig. Man muss nur aufpassen, dass das Material nicht zu heiß wird und ausglüht. Also zwischendurch immer wieder mal kühlen oder direkt nass schleifen...
Mit diesen Werkzeugen kann man sauber maschinengeführt bohren. Wenn man freihändig bohren möchte, muss man anschließend noch verrunden, da die flachen Bohrwerkzeuge rattern und die Bohrung nicht 100%ig rund wird. Dafür habe ich mir Schablonen aus Holz gemacht. In der Mitte ist ein Längsschlitz, wo ich Schleifleinen einspannen kann das ich um die Schablone wickel und damit schleife ich die Tabakkammer nach, bis sie rund und glatt ist.
Ich habe früher aber auch mit Fräsern gearbeitet. Dafür habe ich mir bei Ebay verschiedene Radialfräser gekauft, die allerdings nur eine U-förmige Bohrung zulassen. Für kleine, nach unten hin zulaufende Pfeifenformen sind die eher ungeeignet.
Eine weitere Möglichkeit ist, dass man entsprechende Bohrer umschleift oder umschleifen lässt. Je nach gewünschter Präzision ist das aber relativ teuer...