Aus der deutschen FB-Community ein Review von Matthias Sahlmann.
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DTM Sweet Vanilla Honeydew 100 Gramm 16,70 Euro, Stand Februar 2012
Herstellertext
Eines der erfolgreichsten Zeugnisse für Michael Apitz' Kreativität in der Komposition von Pfeifentabaken.
SWEET VANILLA HONEYDEW - die meisterliche Mixture. Goldener Virginia mit natursüßer Note und attraktivem Aroma, sagenhaft sanft, wunderbar weich, liebenswert lecker mit einem betörenden Bouquet.
Und was sage ich?
Es geht also doch!
Ein Aromat ohne Burley und Black Cavendish. Nur Virginia. Deutliches Aroma und dennoch, ein ausgeprägter Tabakgeschmack! Vanillearoma bis zum Ende der Füllung bei gutem Tabakaroma.
Aber: Och nööö, ein aber? Ja, aber... aber nur ein kleines: Für mich könnte er doch etwas milder sein :-) Aber, man kann eben nicht Alles haben... wie der Mann sagte, dessen Schwiegermutter gestorben war, er aber das Begräbnis bezahlen mußte!
Sweet Vanilla Honeydew – Süße Vanille Honigtau!
Als Honigtau wird das süßliche Sekret bezeichnet, dass Blattläuse und andere Insekten absondern und zum Beispiel bei Ameisen sehr beliebt ist. Ich will mal stark hoffen, dass Michael Apitz sich nicht in der Morgendämmerung mit einem kleinen Eimer in den Wald schleicht, um mit Ameisen um eine Portion Honigtau zu kämpfen... und wenn doch, ist es mir auch egal! Das Ergebnis würde diese Bemühung rechtfertigen.
Die Konsistenz des Tabaks erinnert mich an Mac Baren Mixture Scottisch Blend. Auch hier liegt der Tabak ziemlich gepresst in der Dose und enthält einige Flakeanteile. Der SVH ist aber heller – wie gesagt, ohne Burley und Cavendish. Aus der Dose kommt ein deutliches Vanillearoma, das aber anders ist als bei anderen Vanilletabaken. Auf jeden Fall ein sehr angenehmer, süßer Duft. Vom Virginia ist auf diese Art nichts zu riechen, dafür ist das Vanillearoma zu stark. Der Tabak ist recht feucht, vielleicht wäre es sinnvoll, ihn ein oder zwei Stunden offen stehen zu lassen. Stopfen läßt er sich trotzdem gut, nicht zu fest stopfen! Nach 3 Streichhölzern brennt er auch sauber. Die ersten 3 Züge verbreiten ein starkes Vanillearoma mit einer Spur Honig, das sich dann aber etwas zurücknimmt. Im Grunde ist auch der Tabak fast von Anfang an zu schmecken. Zwangsläufig nimmt die Vanille ab, und die Tabake drängen in den Vordergrund. Allerdings ist beides bis zum Ende der Füllung präsent. Ich würde sagen, dass das sowohl für die Qualität der Tabake, als auch für die Aromatisierung spricht. Ruhig geraucht ein Genuß bis zum Ende. Beim Heißrauchen neigt er ein wenig zum Zungenbrand, aber der Geschmack läßt sich davon kaum beeindrucken, wenn man es nicht übertreibt. Die Pfeife kann ohne weiteres ausgehen und später wieder entzündet werden – das macht dem Tabak nichts aus. Er neigt aber dazu, völlig problemlos abzubrennen. Die Kondensatentwicklung bewegt sich auf einem normalen Niveau für einen Aromaten.
In den benutzten Pfeifen bleibt überraschend wenig Vanillearoma hängen, also kaum Cross over.
Für Anhänger naturbelassener Tabake, die gerne mal ein vernünftiges Aroma versuchen möchten, könnte der SVH eine echte Alternative sein – knallharte Latakiajünger lassen besser die Finger von ihm. Für alle Freunde von Aromaten: Unbedingt probieren!
Dieser Tabak hat das Zeug zum Allday Smoke... auch zum Allnight Smoke... Gerade weil man eben Alles bekommt. Süßes Aroma UND Virginiageschmack. Und das zu einem vernünftigen Preis.
Matthias Sahlmann, 16. Februar 2012
Nachtrag: Noch ein Wort zur Raumnote: Überraschend dezent!
Zum Abbrand: Mehr als vorbildlich. Gestern fuhr ich los, die brennende Pfeife im Mund. Erst zur Bank. Kontoauszüge und Geldautomat. Steige wieder ins Auto, Pfeife in den Mund, Streichhölzer zur Hand.... Huch! Die ist ja noch an! Auf zur Post. Paket aufgegeben. Wieder ins Auto. Pfeife in den Mund... immer noch an! Zur Tanke. Getankt, Bezahlt, Pläuschchen... ins Auto, Pfeife in den Mund... sie war aus :-) Aber es ist einfach schön, dass die Pfeife längere Zeit weiterglimmt. Und zwar nicht, indem man sie vorher in einen Hochofen verwandelt, sondern einfach sanft am dampfen hält.