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Hallo Forum,
irgendwann, am Anfang meiner Zeit in Erfurt habe ich mal in einem Pfeifengeschäft etwas unbedarft und ohne Kenntnisse eine Olivenholzpfeife gekauft.
Ich schlug mich nicht oft mit ihr rum, da sie eisenhart ein Olivenöl-Aroma in den Rauch einsprühte. So wurde sie wenig geraucht und verlor mit den Jahren immer mehr ihren Eigengeschmack. In 2008 habe ich sie zweimal geraucht - das Eigenaroma war endlich weg. Dann kam mich ein Pfeifenfreund besuchen und die Pfeife fand ein neues Zuhause.
Vorweg: Einer der für mich besten Macher von Oliven ist Gerhard Wilhem.
Er lässt in der Bearbeitung dem Holz soviel Zeit, dass anschliessend wirklich gut rauchbare Pfeifen entstehen, die ohne Eigengeschmack ein schönes raucherlebnis hinterlassen.
Olivenholz eignet sich aus meienr sicht sehr gut für Gebrauchspfeifen und sind durchaus preiswerter, als Bruyerepfeifen. Dafür bieten sie einige Vorteile. Sie benötigen nicht so lange Austrocknungszeiten nach dem Rauchopfer. Sie verfärben sich mit der Zeit, was spass macht, dies zu beobachten. Risiken sind, dass sie bei starken Temperaturschwankungen leicht reissen können. Dies hängt aber mit dem Austrocknungsprozess zusammen, bei dem Spannungen entstehen und Haarrisse entstehen können, die dann unter Feuer genommen auch weiter aufspalten können.
Damit sind die Risiken klar, die sollte man wissen und dann nicht beim Macher reklamieren.
Olive ist ein naturprodukt, dass sein Eigenleben haben kann. Ich hatte bisher nur Glück und Schäden sind nicht entstanden. Wenn der Macher Regressprobleme auf sich zukommen sieht, wird er das Holz nicht mehr verarbeiten und Pfeifen aus dem Material nicht mehr anbieten. Nur in diesem Holz steckt man ebensowenig drin, wie im Bruyereholz. Nur das Risiko ist grösser. Deshalb werden so wenig gute Pfeifen aus diesem Material gemacht. Schade eigentlich.
So sieht eine meiner Beiden aus:
Gruss Arno 



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Hallo,
meine Tom Spanu ist jetzt sechs Jahre alt, hat die Wohnung nie verlassen und bekommt jetzt feine Risse am Kopf
Schade
Gruß
Jürgen
Hallo Jürgen,
Du wirst sie aber mit Rissen auch noch rauchen können.
Gruss Arno 



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Man steckt eben nicht in dem Olivenholz drin....
Die Rissgefahr ist eigentlich das grösste Manko bei der Olive, dass Holz hat scheinbar ein so starkes Eigenleben.... .....aber wir kriegen sicher in nächster Zeit noch mehrere Eindrücke davon.
Auf jeden Fall ist Oliver spannend und geeignet - und teuer muss es auch nicht sein.
Gruss Arno 



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In Antwort auf:
Auf jeden Fall ist Oliver spannend und geeignet - und teuer muss es auch nicht sein






Hallo Peter,
ich weiss ja, dass du in jedes Holz sehr massiv einsteigen kannst und ich denke, du hast die richtigen Schlüsse gezogen.
Nach meiner kenntnis braucht es den von dir angedeuten Vorfertigungsprozess mit anschliessender Ruhe, das darf man wohl als gesicherte Erkenntnis annehmen. Denn dass Holz kann bei zu starken Temperaturschwankungen (rauchen) haarrisse ausbilden, die dann beim rauchen auffällig werden, auch wenn sie nicht "durch" gehen. ist aber klar, weil die Feuchtigkeit des Holzes im "öligen" Umfeld eben mehr Zeit braucht um den richtigen Trocknungsgrad zu erreichen.
Der Papst der Olive hat mir das mal erklärt, ich konnte mir die kernsätze merken - es scheint also zu stimmen.
Aber für dich als Produzent ist das doch ne Klasse sache. Du hast einen klakulierbaren Zeitraum für die Trocknung/Produktion, kannst die vorbereitungen und Mengen steuern - alles bestens um auch respektable und sehr gute Qualität abzuliefern.
Und wenn man den richtigen Balken kauft, hat man auch ein herrlich umlaufendes Oliven-Grain... ...da steckt aus meiner sicht viel drin, um Pfeifen auch in Linie des Holzes zu bauen. Das hat mich an diesen Pfeifen immer begeistert.
Gruss Arno 



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Es sind nun 10 Wochen mit einer intensiven Strapazierung meiner Poker-Olivenpfeife bei durchschnittlich 2xigem Gebrauch täglich. Es sind weder Einbrennungen noch sonstige Veränderungen zu beobachten. Ich meine nun endgültig, daß das Holz gut für den Pfeifenbau geeignet ist. selbst für den Fall, daß sich Haar-risse bilden. Also wird jetzt Holz geordert und gelagert
Hallo Peter,
sei auf der Hut, Olivenholzpfeifen sind nicht mehr so gefragt (oder doch?). Im Moment ist der Hype bei Morta. Aber warum macht ihr nicht einfach Pfeifen aus Bruyere. Ich finde den ganzen Hickhack einfach überflüssig.
Ich habe eine Olivenpfeife von GW. Tadellos, ohne Eigengeschmack bzw. inzwischen eingeraucht und noch besser. Aber warum beschleicht mich das Gefühl, wenn ich sie in der Hand halte, keine "richtige" Pfeife in der Hand zu halten. Habe deshalb auch noch keine "Morta".
Habe jetzt eine "Kirsch"-Pfeife zum Testen von Jürgen Bischoff bekommen. Bin auch nicht so begeistert. Raucht sich extrem heiß, Jürgen hat mich davor gewarnt.
Jungs baut Pfeifen, aus dem Holz, das dafür seit Jahrzehnten dafür bestimmt ist.
Olive ist immer gefragt, wenn sie sauber ausgetrocknet ist - ein herrliches material.
Gruss Arno 



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Hallo Forum,
ich hab mir einen Olivenkopf für meine Cavallier bei Peter Lehmann machen lassen. Der liegt jetzt noch einige zeit im Plastetütchen auf der Fensterbank. Allerdings zeigt sich wenig Feuchtigkeit am Tütchen. Alsbald wird daws Köpfchen wohl an den Stiel gehängt.
Jedenfalls hat der Kopf nicht mehr den typischen Olivengeruch - das Holz scheint bestens ausgetrocknet zu sein. Aber die Mutter in der Porzellankiste....
Gruss Arno 



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Hallo Forum,
inzwischen hab ich den Kopf zweimal unter Feuer gehabt und bin begeistert.
Ich glaube wichtig ist, dass die Wandung für dieses Holz etwas stärker ausgelegt sein kann. Da ich ziemlich heiss rauche, werde ich den Kopf sicher massiv nachdunkeln lassen. Jedenfalls ist der Kopf geschmacksneutral und trocknet schnell aus.
Gruss Arno 



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In Antwort auf:
inzwischen hab ich den Kopf zweimal unter Feuer gehabt und bin begeistert
und Du bekommst die nächsten 2 Oliven für die andereAch Peter,
wenn ich zu Deinen Hölzern was sage, werd ich eh nur für bekloppt gehalten. Wenigstens glaubt Keiner, dass ich für Meine "Überzeugung" noch irgendwas von dir bekomme - weil das bei Deinen Preisen eh nicht drin ist. 

Na ja, wer gegen den Strom schwimmt....
Allerdings hab ich schon einige künstlerische und gelungende Designstudien zum thema Cavallier hier gesehen. GJ ist da ja auch noch mächtig tätig.
Ich denke doch, dass das Konzept irgendwann jeder mal probiert. Und dann bist Du wenigstens für die breite Basis ein kalkulierbarer Anbieter. Bei den anderen Machern werden dann schon andere Preise aufgerufen - aber es steckt oft auch viel zeitintensive Detailarbeit drin. Habe gerade heute bei Chris Morgan eine gefunden, übrigens kein Opa, wie wir, sondern jemand, der schon ganz schön weit ist. Tom hat ihn mal hier vorgestellt.
Alles wird besser!
Gruss Arno 



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In Antwort auf:
Olivenholz - ideal für Pfeifen ?
Hi Peter,
ja, mir bekannt, Olive kann in Haarrissen reissen. Da liegt ja auch die Herausforderung. Wie kann man das Holz so bearbeiten, d.h. vorbehandeln, dass die rissbildung in Grenzen zu halten ist.
Ich sehe, dass eine voraussetzung die breite Wandung ist. Je formgebunden dünner die Wandung sein soll, umso länger muss das Holz über den Zeitfaktor vorbehandelt werden. Und da liegt wohl das "Geheimniss" .
Gruss Arno 



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Hallo Freunde des Genusses,
ich bin seit kurzer Zeit auch stolze Besitzerin einer Olivenholz Pfeife von Gerhard Wilhelm.
Es ist ein echter Handschmeichler. Ich rauche sie gerne.
Ich kann keinen störenden Eigengeschmack feststellen.
Nach dem Rauchen lasse ich sie allerdings mindestens 2 bis 3 Tage austrocknen, bevor ich sie wieder rauche.
Ich bin sehr zufrieden mit der Pfeife.
Lieben Gruß,
Rita
Hallo!
Leider besitze ich nur eine Olivenholzpfeife, die mir meine Freundin vor etwa 2 Jahren aus der Schweiz mitgebracht hat. (Rico Castelli). Nach anfänglicher Skepsis muss ich sagen: mittlerweile habe ich sie unzählige Male geraucht - immer mit Petersons Irish Oak und Gold Rush von Asthon - und bin begeistert. Ich habe sie nicht mal sonderlich schonend behandelt, hatte sie auf dem Golfplatz genauso mit, wie im Winter auf der Jagd; das alles hat keine sichtbaren negativen Spuren hinterlassen. Ein besonders schöner Effekt ist, dass die nachgedunkelt ist: von weißlich bis - hmm, ich würde sagen Eiche trifft die Farbe am besten. Ich kann nur jedem empfehlen, zumindest eine Pfeife aus Olivenholz in seine Sammlung aufzunehmen, denn ohne ist eine Sammlung genausowenig komplett, wie ohne Meerschaum, Ton- oder Maiskolbenpfeife.
Hallo Helmut,
ja, dieses Nachdunkeln und Verfärben ist ein spannender Effekt.
Ich habe Oliven von Gerhard Wilhelm, geraucht von ihm gesehen, da erkessnt Du nicht mehr, dass es Olive ist. Schön, dies mit der Zeit zu beobachten.
Und ich denke ähnlich, hinsichtlich der Ruhephase. Während ich meine Bruyeres lieber länger auslüften lasse, riecht die Olive nach zwei bis drei Tagen wieder absolut trocken.
Zudem ist das Holz deutlich billiger als Bruyere, was die Preispolitik etwas fragwürdig macht. Die Leistung liegt eigentlich beim Macher, wenn es um die Vorbehandlung geht. Ich konnte das mal beobachten und sah eigentlich beim Macher mehr Aufwand in der Vorbehandlung, als in der finalen Fertigstellung der Pfeife selbst. Alles zur Verhinderung der Rissbildung, zu der das Holz eben neigt.
Gruss Arno 



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Hi Arno, Helmut, Forum,
wieder was gelernt. Wußte gar nicht, daß Olivenholz anfällig für Risse sein kann. Meine einzige
Olivenholzpfeife ist eine sehr stabile "Jean Claude" (siehe Bild) Sie ist nicht ganz leicht aber sehr gutmütig im Rauchverhalten und leistet mir seit über 7 Jahren treue Dienste. Eine Alk/Salz Behandlung (um statt Süßkram Virginia in ihr zu rauchen) hat bei ihr seine Wirkung zu meinem Erstaunen komplett verfehlt. Also kriegt sie halt jetzt wieder wie früher Larsen #50, Caledonian oder Ilsted 100 ...
Viele Grüße
Martin
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