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Tabaksorten um 1940

#1 von PL ( gelöscht ) , 29.10.2008 22:57

Aus dem Buch von 1939

Bei der Tabakernte werden je nach Pflanzhöhe verschiedene Blattqualitäten unterschieden, die zu verschiedenen Zeitpunkten geerntet werden (deutsche Bezeichnungen - von unten nach oben - Grumpen, Sandblatt, Hauptgut, Obergut).





ist zu ersehen, daß die Anzahl der gebräuchlichen Tabaksorten für Zigaretten, Zigarren und Pfeifentabake recht begrenzt war. Daraus werde ich in folgenden Tagen jeweils eine Sorte vorstellen

Peter

PL
zuletzt bearbeitet 30.10.2008 14:44 | Top

RE: Tabaksorten um 1940

#2 von PL ( gelöscht ) , 29.10.2008 23:09




Virginia: Zitat aus http://www.tabakanbau.de

Virginia-Tabak ist zunächst ein Sammelbegriff für alle großblättrigen, hellgelben und süßen, also sehr zuckerhaltigen Tabake, die der englische Seefahrer Lord Raleigh bereits Ende des 16. Jahrhunderts in Nordost-Amerika angebaut hatte. Heute werden überall auf der Welt mehrere hundert Sorten angebaut, jährlich kommen neue hinzu. Virginia ist heute auch der Hauptanteil der deutschen Tabakproduktion.

Virginiatabak (wie auch Burley) wächst auf mittelschweren, kräftigen Böden, wie sie in Deutschland zumeist vorkommen. Die Blätter werden vollreif, also hellgrün bis gelb von unten nach oben geerntet, damit sie schnell abtrocknen und ihren Zuckergehalt nicht verlieren.

Im Zuckergehalt des Virginiatabaks nach der Verarbeitung liegt auch das entscheidende Geheimnis für guten Zigarettentabak. Denn Virginiatabake werden meist in speziellen Röhrenöfen heißluftgetrocknet, damit sie beim Trocknungsprozess möglichst viel Zucker und Stärke behalten. Im Tabakanbau zuhause werden die Blätter jedoch luftgetrocknet, also mehrere Wochen zum Trocknen aufgehängt. Nur sehr wenige Virginia-Sorten sind für diese Art der Trocknung geeignet, es sind dies allen voran der schon historische Virginia Gold-Tabak (er wird bereits seit den 1930er Jahren in Deutschland angebaut) und der nikotinarme Virginia-Helena.

Virginia wird deshalb in der Industrie auch nicht fermentiert, sondern einem abwechselnden Befeuchtungs- und Trocknungs-, Erwärmungs- und Abkühlungsprozess unterworfen. Man nennt dies "Aging" (also Altern) und "Redrying" (was der Röstung nahekommt). Außerdem wird er meistens soßiert und aromatisiert, also mit einer zucker- und aromenhaltigen Lösung getränkt und wieder getrocknet

PL

RE: Tabaksorten um 1940

#3 von PL ( gelöscht ) , 30.10.2008 14:43

PL

RE: Tabaksorten um 1940

#4 von PL ( gelöscht ) , 30.10.2008 23:58



zitat aus http://www.tabakanbau.de :
"Orienttabak gedeiht am besten auf kargen, sandigen Böden, wächst nicht sehr hoch und bildet nur kleine Blätter aus. Im Unterschied zum Virginia oder Burley sind die Blätter umso besser, je kleiner und fetter sie sind. Es ist eine Art Kakteen-Effekt: je karger der Boden, desto kleiner werden die Blätter, desto stärker speichern sie jedoch auch die Assimilate des pflanzlichen Stoffwechsels. Allem voran den Energiespender Nummer eins, die Zuckerstoffe. Sie werden auf der ganzen Welt keine süßlicheren und aromatischeren Tabake finden als etwa kleine Samsoun-Orient- oder Orient-Xanthi-Blätter!

Die ebenfalls von unten nach oben vollreif geernteten Blätter werden 10 bis 20 Tage lang auf Tabakgarn aufgefädelt getrocknet, bis sie eine goldgelbe Tönung erhalten haben. Sie werden auch in besonderer Weise weiterverarbeitet: Sie werden "manipuliert", nicht fermentiert, gealtert oder geröstet. Es ist im Prinzip auch eine leichte Fermentation, indem die getrockneten Blätter aufeinander gepresst ("verballt") und 1-2 Monate gelagert werden. Die Lagertemperatur beträgt dabei 20 bis 25°C, höhere Temperaturen würden der Qualität schaden. Orientsorten werden übrigens wegen ihres hohen Zuckergehalts niemals soßiert.

Die Orienttabake gehören zu den vielseitigsten Tabaken überhaupt: sie bilden den Rohstoff für die angenehm aromatischen, milden und süßlichen Orientzigaretten und harmonisieren als Mischungsbestandteil den Rauchgeschmack, wobei sie durch ihren hohen Gehalt an Zuckerstoffen und aromatischen Ölen auch den Abbrand verlangsamen. Virginiasorten brennen ohne Orientbeimischung in der Regel viel zu schnell ab. Die besten Orientmischungen heißen "Türkische Mischung" und bestehen aus türkischen Orienttabaken (Samsoun) mit griechischen Beimischungen (Xanthi). Die meisten Orientzusätze in heutigen Tabakmischungen stammen übrigens aus China, dem heute weltweit größten Tabakanbauland."

PL

RE: Tabaksorten um 1940

#5 von PL ( gelöscht ) , 02.11.2008 22:38

PL

RE: Tabaksorten um 1940

#6 von Arno , 05.06.2010 20:04

Hi Peter,

irgendwie sind die Bilder verschwunden, hast Du sie noch? Ich bastel sie auch gerne wieder rein!


Gruss Arno



www.verbilligen.de

 
Arno
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Registriert am: 23.10.2008


RE: Tabaksorten um 1940

#7 von PL ( gelöscht ) , 06.06.2010 19:48

Hallo Arno - Die sind irgendwo im Nirvana - schade

PL
zuletzt bearbeitet 06.06.2010 19:48 | Top

   

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