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Danpipe

#1 von Arno , 03.06.2010 16:33

http://www.danpipe.de/Einrauchen-einer-P...Node_17304.html

Zitat:

"Zum richtigen Einrauchen einer Bruyèrepfeife

Immer wieder werden Pfeifen als "Durchbrenner" reklamiert. Da ein grosser Teil aller Brandschäden an Pfeifen seine Ursache weniger in mangelhaftem Material, sondern viel eher im Rauchverhalten der Besitzer hat, wollen wir hier einige hilfreiche Tips und Erklärungen geben.

Das Einrauchen ist bei allen Bruyèrepfeifen nötig, auch bei Pfeifen mit "einrauchbeschichteten" Kopfbohrungen. Holz brennt - Bruyère ist da keine Ausnahme. Einrauchen bedeutet, das Holz allmählich an die Hitze zu gewöhnen, die von der Tabakglut ausgeht. Dies geschieht durch den Aufbau der "Karbonschicht" (den Ablagerungen von Asche und Rauchkondensat), die dem Holz guten Schutz vor der Hitze bietet. Anfangs wird dabei die Innenwand des Kopfes zwangsläufig ein wenig angebrannt, und um dies weitestgehend zu begrenzen, ist während der ersten Pfeifenfüllungen behutsames und sanftes Ziehen besonders wichtig.

Wir empfehlen, jede Pfeife zu drei Vierteln oder voll gefüllt einzurauchen. Der Tabak soll locker eingefüllt und zum Schluss sanft angedrückt werden. Auch während des Rauchens soll die Asche nur sanft, beinahe "streichelnd" geglättet und nachgedrückt werden. Es ist zwar nicht grundsätzlich falsch, das Einrauchen mit Drittelfüllung zu beginnen. Es birgt aber nicht zu unterschätzende Gefahren, denn die Drittelbefüllung führt zu ungleichmässiger Hitzeverteilung im Pfeifenkopf, so dass Spannungen zwischen kalten und erhitzten Holzpartien auftreten. Die geringe Menge Tabak trägt das ihre dazu bei, denn um sie zum Glimmen zu bringen, ist stärkere Sauerstoffzufuhr, d.h. stärkeres Ziehen nötig. So können leicht die haarfeinen Risse im Holz entstehen, in die sich später die Glut regelrecht hineinfrisst.

Wird die Pfeife zu heiss - wenn die Berührung des Pfeifenkopfes mit dem Handrücken als schmerzhaft empfunden wird - legen Sie am besten die Pfeife beiseite. Lassen Sie sie abkühlen, um sie dann erneut anzuzünden und sehr behutsam weiterzurauchen. Bemerken Sie gar einen bitter-brenzligen Geschmack und/oder Geruch, dann ist dies ein unmissverständliches Alarmzeichen für verbrennendes Holz. Rauchen Sie jetzt nicht weiter, sondern lassen Sie die Pfeife erlöschen und abkühlen, um sie danach auszuräumen
und auf eventuelle Brandschäden zu prüfen. Früh erkannte oberflächliche Brandnarben lassen sich meist problemlos reparieren, und die Pfeife kann ohne Genussminderung weiter geraucht werden. Wer aus Angst, die Tabakglut dürfe während des Rauchens auf keinen Fall erlöschen, die Pfeife durch anhaltendes Ziehen zu sehr "quält", riskiert damit ein tiefreichendes Verbrennen des Holzes und als Folge unter Umständen gar die Zerstörung seiner Pfeife.

Rauchen Sie jede Tabakfüllung weitestgehend zu Ende. Vermeiden Sie aber dennoch, die Pfeife zu "quälen", um auch noch die allerletzten Krumen Tabak zu verglühen (s. o.). Wird allerdings immer wieder nur zur Hälfte aufgeraucht und die Pfeife auch noch zu häufig innerhalb kurzer Zeit benutzt, sammeln sich recht bald im Boden des Pfeifenkopfes und im Pfeifenholm grosse Mengen feuchten Kondensats. Das Holz saugt sich voll, quillt auf und kann dadurch sehr leicht "versumpfen", was Ihnen den Tabakgenuss aus dieser Pfeife gänzlich verleiden wird.

Beim Einrauchen von Filterpfeifen ist besondere Vorsicht geboten. Ein Filter erhöht den Zugwiderstand in der Pfeife, so dass der Raucher "als Ausgleich" oft viel zu stark zieht und die Glut erst richtig anfacht. Der Filter hält Kondensate, damit aber auch Geschmacksstoffe zurück, der Rauch wird "milder" und die Bitterstoffe des Rauchs werden spürbar weniger. Der Filter lässt aber (oft unterstützt vom Flavour der populären hocharomatischen Tabake) auch und gerade den typischen, gallig-bitteren Geschmack brennenden Holzes kaum durchdringen, der uns als deutliches Alarmsignal bei akuter Brandgefahr warnt. Darum ist bei Filterpfeifen die Hitzekontrolle von aussen durch möglichst häufiges Umfassen des Pfeifenkopfes geradezu unerlässlich.

Auch die Konsistenz des Tabaks ist für ein problemloses Einrauchen von Bedeutung. Zu feuchte Mixturen sind nur schwer zum Brennen zu bringen und am Glimmen zu halten, sie erfordern wiederholtes Nachzünden und verstärktes Ziehen. Zu trockener Tabak brennt von sich aus schon übermässig schnell und daher heiss. In beiden Fällen lässt sich die Hitzeentwicklung im Pfeifenkopf kaum richtig kontrollieren und es besteht erhöhtes Risiko des Einbrennens.

Wenn es Sie einmal "erwischt" haben sollte und Sie befürchten, Ihre Pfeife abschreiben zu müssen, so wenden Sie sich vertrauensvoll an uns. Schicken Sie uns die betroffene Pfeife möglichst frühzeitig ein, bevor eine entstehende Brandnarbe sich noch vergrössert. Ein kleiner "Klinik-Aufenthalt" in unserer Werkstatt hat schon manche Pfeife gerettet."


Gruss Arno



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Arno
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RE: Danpipe

#2 von Arno , 03.06.2010 16:35

http://www.danpipe.de/Tips-zur-Pfeifenpf...Node_17325.html

Zitat:

"Tips zur Pfeifenpflege

Es gibt bestimmt angenehmere Beschäftigungen als das Reinigen einer Pfeife, doch ein vollkommener Rauchgenuss ist nicht zu erreichen ohne die regelmässige Säuberung und Pflege der Pfeifen. Wie man das macht sei eigentlich nicht der Rede wert, meinen Sie? Im Gegenteil! Denn was gelegentlich aus den Pfeifenetuis hervorlugt oder was uns anlässlich von Pfeifenreparaturen manchmal verschämt auf dem Tresen ausgebreitet wird, spricht eine andere Sprache.

Beginnen wir mit dem Ende einer in Ruhe genossenen Pfeifenfüllung. Die Glut ist erloschen, die Pfeife wird erst einmal beiseite gelegt und kühlt langsam ab. Es folgt der Griff zum Pfeifenbesteck, um den Ascherest auszuräumen. Der stumpfe Löffel ist dafür das beste Werkzeug. Wir belassen es vorerst nur beim behutsamen Umrühren der Asche, damit sie dem Holz des Pfeifenkopfes einen Teil der Feuchtigkeit wieder entziehen kann, die es während des Rauchens aufgenommen hat. Nach einer halben Stunde kann sie dann endgültig ausgeleert werden. Man sollte seine Mitmenschen nicht an der Reinigung seiner Pfeifen teilhaben lassen - eine eben ausgerauchte und geleerte Pfeife duftet nun einmal nicht angenehm. Unterwegs reicht es aus, nach dem Rauchen mit zwei, drei Reinigern den Rauchkanal im Mundstück und im Pfeifenholm auszuwischen.

Auch den benutzten Filter entfernen wir am besten gleich, damit seine teerig-feuchte Fracht nicht zu lange in der Pfeife bleibt. Oft schieben Pfeifenraucher nach Beendigung einer Tabakfüllung einen Pfeifenreiniger in die ausgeräumte Pfeife, um ihn dort mit umgeknickten Ende stecken zu lassen und die Pfeife in ihr Etui zurückzulegen. Wird der Reiniger dann Zuhause wieder herausgezogen, ist daran nichts auszusetzen: die saugfähigen Baumwollfasern können durchaus helfen, die Pfeife von innen her zu trocknen. Wird sie aber auf diese Weise über längere Zeit verstopft, so kann sie nicht ausreichend atmen und reagieren. Sie braucht Frischluftzufuhr um feuchte Kondensatrückstände zu verdunsten. Wer seine Pfeife ständig mit eingestecktem Reiniger verwahrt, riskiert eine Übersättigung des Holzes mit Kondensaten - und verwandelt seine Pfeifen allmählich in Gestank verbreitende Knösel.

Für die gründliche Reinigung legen wir die am Tage benutzten Pfeifen auf ein Tuch, drehen die Mundstücke ab und ziehen ggf. die verschmutzten Reiniger heraus. Mit einem Papiertuch werden Bisse saubergewischt und dann die Mundstückzapfen abgerieben. Mit einem einfach oder mehrfach geknickten Reiniger wischt man dann die Filterbohrung im Mundstück aus und verfährt auf die gleiche Weise mit der weiten und oft recht tiefen Holmbohrung. Wenn hier die Pfeifenreiniger allein nicht ausreichen, hilft auch ein zusammengefaltetes Stück Papiertuch. Zuguterletzt zieht man noch einmal einen frischen Reiniger durch das Mundstück (die Ecken des Biss-Schlitzes nicht vergessen) und ebenso durch den Rauchkanal im Pfeifenholm. Damit ist alles erledigt, die Mundstücke können wieder aufgesteckt und die Pfeifen zum Ausruhen in Pfeifenständer oder -schrank abgelegt werden .

Wer übrigens meint, mit den Pfeifenreinigern geizen zu müssen, spart am falschen Ende und bekommt die "Rache" der Pfeife mit der nächsten Tabakfüllung zu spüren. Die Wahl der Reiniger - ob aus reiner Baumwolle oder, zur gründlichen Säuberung, zusätzlich mit feinen Bürstchen bestückt - bleibt jedem Raucher selbst überlassen. Konisch geformte Reiniger sind heute im Handel der Standard. Leider lassen sich die dickeren Enden der Bürstenreiniger gelegentlich nur schwer durch Mundstückbisse schieben. Hier muss dann das dünnere Ende genügen, denn sie mit Gewalt durch das Mundstück zu ziehen, birgt Gefahren: Die Bisse der heute weit verbreiteten Acrylmundstücke können durch zuviel Druck von innen leicht ausbrechen, und in gebogenen Mundstücken verkeilen sich zu dicke Reiniger schon einmal so fest, dass sie weder vor noch zurück zu entfernen sind. In beiden Fällen hieße das: Mundstückreparatur - vermeidbar ...

Filterpfeifen verlangen eine aufwendigere Pflege als die filterlosen. Die Wichtigkeit des regelmässigen Auswischens der weiten Bohrungen, vor allem im Pfeifenholm, kann gar nicht oft genug betont werden. Und wer glaubt, mit dem Einsetzen des Filters schon alles für die Sauberkeit seiner Pfeifen getan zu haben, der ist gänzlich auf dem Holzweg! Der Filter fördert im Gegenteil das Ansammeln von Feuchtigkeit im Pfeifenholm,ebenso die nach unten gerichteten Blindbohrungen in manchen gebogenen Pfeifen. Sie nach jedem Rauchen trockenzulegen sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Kondensatgeschwängerte Pfeifen verlieren schnell ihre Regenerationskraft und beginnen bald, recht mies zu schmecken - und äußerst fies zu riechen.

Für eine wirklich gründliche Reinigung und Überholung Ihrer Pfeifen brauchen Sie einiges Zubehör. Unser PIPE CARE Pflege-Set enthält eine Reinigungsflüssigkeit und zwei Polier- und Pflegewachse für die Überholung von Hand.

PIPE CLEAN löst Teer und Kondensate in Pfeifen. Einfach das dicke Ende eines Pfeifenreinigers in die Flüssigkeit stippen, dann den Reiniger in den Rauchkanal von Mundstück und Pfeifenholm einführen und unter Drehen hin- und her bewegen. Mit frischen Reinigern wiederholen, bis keine bräunlichen Verfärbungen mehr entstehen, zum Schluss mit trockenen Reinigern nachwischen.

PIPE POLISH dient zum Auffrischen des Glanzes von Mundstücken aus Ebonit, Acryl oder Epoxyharz. Mit einem weichen Lappen (Trikot oder Flanell) die Polierpaste auf das Mundstück bringen und kräftig verreiben, mit sauberem weichem Lappen nachpolieren.

PIPE WAX dient zum Auffrischen des Glanzes von Pfeifenköpfen. Mit einem weichen Lappen (Trikot oder Flanell) die Wachsemulsion aufbringen und kräftig verreiben, bis der Lappen trocken ist. Nach einiger Zeit mit sauberem weichem Lappen nachpolieren.

Das DAN PIPE Polier-Set wurde von uns entwickelt, damit Sie zuhause mit Hilfe einer Heimwerkerbohrmaschine die Mundstücke und Köpfe Ihrer Pfeifen selbst auf Hochglanz halten können. Wir haben die Teile dieses Sets in unserer Werkstatt immer wieder getestet - die Ergebnisse werden auch Sie überzeugen und ganz sicher zur Steigerung Ihres Rauchgenusses, an dem ja auch das Auge beteiligt ist, ein Gutteil beitragen.
Eine Bohrmaschine wird mit einem (im Baumarkt erhältlichen) Tischstativ waagerecht auf einer festen Unterlage so fixiert, dass das Bohrfutter rechts liegt und über die Tischkante hinausragt. Dann wird die auf dem Spanndorn festgeschraubte Polierscheibe ins Bohrfutter gesteckt und dort festgezogen. Wenn Sie vor der Maschine stehen, soll die Polierscheibe in Richtung Ihres Körpers (nach unten) drehen - nie vom Körper weg.
Das Polier-Set enthält zwei verschiedene Polierpasten in Blockform und für jede Paste eine eigene Polierscheibe. Zum Vorpolieren verwenden Sie die dunkelbraune Paste. Setzen Sie die Bohrmaschine in Gang (2500-300 U/Min. mit Dauerbetrieb) und drücken Sie die Paste gegen die rotierende Scheibe. Achten Sie darauf, dass stets genügend Paste an der Scheibe haftet, indem Sie zwischendurch immer wieder etwas davon auf die Scheibe bringen. Merke: Die Paste poliert - und nicht die Scheibe. Ein satter Auftrag der Paste vermindert die Reibungshitze, verhindert ein Anbrennen des Mundstückes und erhöht die Lebensdauer der Polierscheiben.
Nehmen Sie die Pfeife fest in beide Hände und halten Sie das Mundstück unter ständigem Drehen mit leichtem Druck an die rotierende Scheibe, so dass Verfärbungen oder Beläge vom Mundstück abgetragen werden.
Zum Vorpolieren von Pfeifenköpfen verfahren Sie genauso - besonders behutsam bei rötlich oder dunkel gefärbtem Holz, ggf. mit reduzierter Drehzahl (bei den meisten Bohrmaschinen elektronisch regelbar).
Zum Hochglanzpolieren verwenden Sie die zweite Scheibe und nehmen die helle Glanzpolierpaste, verfahren ansonsten wie eben beschrieben. Zum Abschluss der Politur können Sie die Drehzahl etwas reduzieren, um noch besseren Glanz zu erzielen.
Das Zubehör für eine richtige Wachspolitur von Pfeifenköpfen ist hier nicht mit enthalten. Dafür benötigen Sie auf jeden Fall eine weitere Polierscheibe und dazu das Carnaubawachs.

Auch der Kohlekruste, die sich stetig wachsend im Pfeifenkopf bildet, sollten Sie von Zeit zu Zeit Ihre Aufmerksamkeit schenken. Sie schützt das Holz vor der enormen Hitze des glimmenden Tabaks - zu dick sollte sie aber nicht werden. Eine Stärke von etwa 1 - 2 mm gilt allgemein als idealer Wert. Wird die Kohlekruste dicker, so kann das Holz keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen. Außerdem entstehen durch unterschiedliche Hitzeleitung und Ausdehnung beider Materialien während des Rauchens zwischen Karbonschicht und Pfeifenkopfwandung grosse Spannungen, die u. U. das Holz des Pfeifenkopfes regelrecht sprengen können.
Zum Abtragen der Kohlekruste gibt es verschiedene Geräte. Alte Küchen- oder Taschenmesser sind für ein exaktes Arbeiten nicht geeignet. Im Gegenteil: mit diesen beschädigt man leicht die Innenwand des Pfeifenkopfes. Besonders empfehlen möchten wir Ihnen den 4x4 Pipe Reamer."


Gruss Arno



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Arno
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RE: Danpipe

#3 von Arno , 03.06.2010 16:37

http://www.danpipe.de/Ueber-den-Tabak-Node_17318.html

Zitat:

"Einige Worte über Pfeifentabak

Tabak ist ein landwirtschaftliches Naturprodukt. Aus der Urpflanze sind im Laufe der Jahrhunderte durch gezielte Zucht viele verschiedene Varietäten unterschiedlicher Grösse, Gestalt und Geschmacksrichtung entstanden (Virginia, Burley, Orient, Havana etc.), aus denen wiederum durch unterschiedlichen Aufbereitungsverfahren nach der Ernte die vielen verschiedenen Rohtabak-Grundsorten für die Herstellung von Pfeifenmixturen entstehen. Der Vergleich mit dem Wein liegt nahe, dort finden wir sogar noch wesentlich mehr verschiedene, oft durch jahrhundertelange Zucht auf die regionalen Gegebenheiten abgestimmte Rebsorten. Beide, Tabak wie auch Wein, entwickeln sich je nach Wetterbedingungen von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Wein wird allerdings, ganz anders als Tabak (mit Ausnahme von Massenware unterer Preislagen) möglichst nicht vermischt - das Wort „Verschnitt" hat dort eher einen negativen Unterton. Der Kenner schätzt und bevorzugt gerade die Weine bestimmter Lagen und darunter ganz bestimmte Jahrgänge, und er würde niemals erwarten, dass ein solcher Wein jedes Jahr aufs Neue mit unverändertem Geschmack zu haben sei.

Pfeifentabak hingegen ist im Handel als reine ungemischte Sorte kaum zu finden, einmal abgesehen von gepressten Virginia Flakes (in der Regel komponiert aus Virginiasorten verschiedener Anbaugebiete) und ihrer rauchfertigen zerteilten „ready rubbed"-Versionen sowie den als Spezialität angebotenen Mischtabaken. Pfeifenraucher haben die Geschmacksvielfalt der vielen hundert bei uns verkauften Mischungen schätzen gelernt. Und doch bleiben die meisten am liebsten bei „ihrer Maske", die sie irgendwann gefunden und an die sie sich gewöhnt haben. Wenn sich aber über die Jahre in den Mischungen Veränderungen ergeben, z.B. durch witterungsbedingte Schwankungen bei der Rohtabakernte oder weil der Markt den Preis dieser oder jeder Mischnungskomponente in fast unerschwingliche Höhen treibt, bricht für manchen Pfeifenraucher „eine Welt zusammen". Übrigens ändert sich der Geschmack einer Mischung (auch hier wieder eine Parallele zum Wein) schon allein mit der zunehmenden Lagerzeit, doch darüber später mehr. Wer also auf eine abwechslungsreiche Palette von verschiedenen Mischungen für seinen täglichen Rauchgenuss zurückgreifen kann, statt nur eine Sorte anzuhängen, wird gelegentlich Veränderungen einer Mischung leichter verschmerzen.

Die Lagerfähigkeit von Pfeifentabak in den ungeöffneten Originalgebinden ist je nach Art der Mischungszusammensetzung verschieden. Wir sprechen hier von vacuumierten oder (wie Konserven) absolut luftdicht verschlossenen Gebinden, gelagert bei normalen Raumtemperaturen.

Naturbelassene Mixturen der englischen Richtung (mit Latakia) und die meisten Flake-Tabake (einschliesslich der „ready-rubbed"-Versionen) sind durchaus 2 - 3 Jahre lagerfähig. Ihr Geschmack wird durch Nachfermentieren im geschlossenen Gebinde zunehmend weicher, voller, „runder" und auch milder, Virginia-Flakes (manchmal auch mit Anteilen von Perique) werden allerdings auch etwas gehaltvoller. Viele Flake-Liebhaber legen sich daher einen Vorrat an, der wie ein gut gepflegter Weinkeller ständig neu aufgefüllt wird, um stets gut abgelagerten, ausgereiften Tabak rauchen zu können.

Aromatisierte Mixturen (damit sind die beliebten und meistverbreiteten Virginia-Black Cavendish Blends gemeint) sollten nicht länger als 1 Jahr gelagert werden. Besonders bei hochgradig geflavourtem Black Cavendish können sich durch Nachfermentation manche der Aromazusätze verändern oder zersetzen, was in manchen Fällen zu deutlichen Geschmacksveränderungen oder -verlusten führen kann.

Das Umfüllen in eigene Gefässe empfiehlt sich am ehesten für Vielraucher, deren relativ hoher Konsum allein schon dem allmählichen Austrocknen und Aromaverlust des Tabaks Grenzen setzt. Tabaktöpfe sollten nicht zu gross sein, eine Füllmenge von ca. 250g nicht überschritten werden. Naturbelassene Mixturen (s.o.) können hier ruhig ein wenig angepresst werden, die ohnehin eher feuchten aromatisierten Black Cavendish Blends füllt man am besten locker ein.

Der richtige Feuchtigkeitsgehalt einer Pfeifenmixtur ist für ein genussreiches Rauchen sehr entscheidend. Fühlt sich der Tabak spröde, strohig an und knistert oder bricht, wenn man ihn zusammendrückt, so ist er zu trocken. Er brennt zu schnell und zu heiss ab und erzeugt scharf beissenden Rauch. Durch Nachfeuchten - am besten mit dem „Humydrole", die Sie auch auf unserem Web-Shop finden („Tabakbefeuchter"), lässt sich ein Tabak wieder konditionieren. Fühlt sich der Tabak schwammig an, reagiert auf Zusammendrücken träge und federt nicht umgehend in seine gehabte Ausdehnung zurück, so ist er zu feucht. Auch hier wird der Abbrand heiss (als Folge des verstärkten nötigen Ziehens), der Rauch wird ebenfalls scharf und hinterlässt ausserdem grosse Mengen Kondensat in der Pfeife. Abhilfe schafft man, indem man den Tabak auflockert und einige Stunden in der geöffneten Dose Feuchtigkeit abdunsten lässt. Bedenken Sie aber, dass Black Cavendish Blend und auch Flake produktionsbedingt eine etwas höhere Feuchtigkeit haben (und brauchen).

Eigene Tabakmischungen sind sehr beliebt, seien es Blends aus verschiedenen Markentabaken, mit reinen Sorten „gestreckte" oder verfeinerte Markentabake oder auch Neuschöpfungen ganz aus reinen Grundsorten. In unserem Web-Shop bieten wir eine grössere Auswahl spezieller reiner Mischtabaksorten an, Mischrezepte und Tips zur Vorgehensweise finden Sie hier auf unserer Homepage."


Gruss Arno



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