|
|
Hallo Peter, Du schreibst bei den Morta Pfeifen: "Mooreiche gebürstet! "
Was steckt dahinter, was verstehst Du darunter und vor allem, wie wird das gemacht? Wie machen es auch Andere?
Gruss Arno 



www.verbilligen.de


| Beiträge: | 13.560 |
| Registriert am: | 23.10.2008 |
In Antwort auf:
Was steckt dahinter, was verstehst Du darunter und vor allem, wie wird das gemacht? Wie machen es auch Andere?
Da ich heute wieder an der Mooreiche war, sind auch ein paar Bilder dazu enstanden:
Kurz nochmal zum Eichenholz: (WikI)
Eichenstämme haben in ihrer Mitte das graubräunliche Kernholz, welches durch die eingelagerte Gerbsäure den typischen sauer-würzigen Eichengeruch und eine hohe Verrottungsbeständigkeit erhält; zur Rinde hin und scharf abgegrenzt sind 2 bis 5 cm helles, junges, noch saftdurchflossenes Holz, der sogenannte Splint, der in wenigen Jahren wegrottet.Eine Besonderheit stellt die Mooreiche dar. Dabei handelt es sich nicht um eine Baumart, sondern um Eichenstämme, die über Jahrhunderte in Mooren, Sümpfen oder in Flussufern gelegen hatten und ausgegraben wurden. Die Gerbsäure des Eichenholzes verbindet sich mit den Eisensalzen des Wassers, wodurch das Holz sehr hart wird und sich stark verfärbt. Die Verfärbung kann sehr unregelmäßig sein und variiert von hellgrau über dunkelgelb, dunkelbraun, blaugrau bis tiefschwarz. Diese subfossilen Eichen können 600 bis 8500 Jahre alt sein. E
Anmerkung: es handelt sich hier um das Kernholz, da der Splitz verrottet ist.
Der Handel bietet spezielles Mooreiche für den Pfeifenbau an, welches ausgesucht und gleichmäßig strukturiert ist.
Die Arbeit mit guter Mooreiche ist fast risikolos, was das Material während der Bearbeitung betrifft. Hohlräume und Einschlüsse treten kaum auf.
Die Bearbeitbarkeit ist weitaus problemloser und einfacher als die mit dem Bruyere- Hochglanzpolitur und porenlose Oberflächenm sind naturgemäß nicht möglich. Es sei denn, man verkleistert mit schnellschleiflacken udgl die Poren.
Hier eine natürliche, geschnittene Fläche: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/co...reiche_Holz.JPG
Die Vorbereitung für das Bürsten folgt dem üblichen Werdegang eine Pfeife (hier eine Vulkano)
Das vorgeschnittene Holz ist braunolive und sehr kompakt und feingemasert
nach der Formgebung am Tellerschleifer:
Holm und Tapfen für den Silberring werden angedreht:
die Übergänge werden fein verschliffen und dann wird das Holz wenige Minuten vorsichtig und gleichmäßigmit der rotierenden Drahtbürste bearbeitet
das sieht dann zum Schluß so aus:
Im Prinzip ist der Kopf damit fertig und braucht bei Bedarf nur noch Beize und eine Carnaubaversiegelung. Mit dem Heißluftgerät bei 400 Grad eingebracht, dringt das Wachst tief ein und schützt lange. (Man soolte beachten, daß Mooreiche schnell wasser aufnimmt - schneller als das dichte Bruyere)
Da parallel zur Vulkane 
auch diese Horn hier enstand, dazu auch das Bild:
Irgendwo habe ich ein Bild einer solchen Pfeife gesehen und die ging mir nicht aus dem Sinn.
Es kann eigentlich nur bei WDP oder hier gewesen sein. Zumindest habe ich eine Gedächtnis-Interprätation in Morta versucht

Das Bürsten ist zwar eine gangbare Methode, wenn aber in wenigen Tagen meine Strahlanlage anläuft, erhoffe ich mir allerdimgs damit noch ausdrucksvollere Oberflächen
Hallo Peter,
vielen Dank für den Bericht, für mich sehr aufschlussreich, wieder was gelernt. Ich dachte immer, dass die Bohrungen wegen des Holzes so heikel sind... Sieht aber alles so leicht aus - auf Deinen Bildern.
Wie lange brauchst Du vom Beginn, bis zum Ende?
Gruss Arno 



www.verbilligen.de


| Beiträge: | 13.560 |
| Registriert am: | 23.10.2008 |
In Antwort auf:.
dass die Bohrungen wegen des Holzes so heikel sind... Sieht aber alles so leicht aus - auf Deinen Bildern
In Antwort auf:
Wie lange brauchst Du vom Beginn, bis zum Ende?



Das ist o.k. - 2 Stunden, ich hätte mehr Zeit vermutet.
Gruss Arno 



www.verbilligen.de


| Beiträge: | 13.560 |
| Registriert am: | 23.10.2008 |
Folgendes ist vielleicht nicht uninteressant.
Ich schätze die Arbeiten an der Mooreiche von Hermann Hennen sehr. Er meinte auch zu mir, es in Zukunft mit der gestrahlten Oberfläche zu praktizieren. Da alles nötige Zubehör ohnehin schon vorhanden ist, geht es in Kürze damit los. Ich denke, daß mir Hermann auch hier bei den ersten Versuchen bezüglich Drücke, Dauer und Körnung behilflich ist, damit nicht zuviel wertvolles Material zerschossen wird. Das Fahrrad wurde ja bereits erfunden. Später nach der Morta gehts dann auch an Bruyere
|
PipeSmoke Ring Provided by: Spiderlinks.Org | |||||||||
![]() |
| ||||||||
| PREVIOUS : NEXT : RANDOM : SITE-LIST | |||||||||
| Pipe Lover's Ring Provided by: The Affiliate Group | |||||||||
| |||||||||
| Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen |