Zitat: "Michal Novak ist ein klassischer spätberufener Pfeifenmacher. Der gelernte Fotograf ist seit über 30 Jahren leidenschaftlicher Pfeifenraucher und hat über die Jahre hinweg eine beachtliche Sammlung an Rauchgeräten angelegt.
Er konnte sein Hobby zum Beruf machen und durch seine hervorragende journalistische Tätigkeit wurde er Chefredakteur der tschechischen Ausgabe des Lifestyle-Magazins "Cigar & pipe cocktail". Im Jahr 1999 wurde er in die Internationale Pfeifenakademie aufgenommen und ist bis heute aktiv in der Kommission "Pfeifenbau" vertreten. Diese Funktion hat ihm viele interessante Kontakte zu Pfeifenmachern ermöglicht, besonders freundschaftliche Verbindungen pflegt er mit dem italienischen Meister Alberto Paronelli.
Im Rahmen dieser Tätigkeiten besuchte Michal Novak viele der europäischen Pfeifenhersteller und- werkstätten und bei jeder neuen Erfahrung wuchs der Gedanke einmal selbst zu Kantel und Schleifer zu greifen. Viele Inspirationen und Eindrücke paarten sich mit seinen eigenen hohen Ansprüchen an die selbstgerauchten Pfeifen und so entschied er sich 2005 diese Vorstellungen einmal in die Tat umzusetzen.
Kurzerhand nahm er das Angebot des Pfeifenbauers Jan Kloucek an und nahm an einem der ersten Workshops in dessen Werkstatt teil, wo er erstmals eigenhändig Bruyère nach seinen Ideen formte. Anfänglich waren die Pfeifen nur zum Eigengebrauch bestimmt, aber, wie so oft, erfreuten sich die schönen Stücke immer größerer Beliebtheit in seinem Freundeskreis und so war der Weg in die Öffentlichkeit der Pfeifenszene geebnet.
Seit Beendigung seiner aktiven Karriere als Journalist widmet sich Michal Novak intensiver dem Pfeifenbau. Er zählt zur neu entstandenen tschechischen Schule des Pfeifenhandwerks, die sich um die Werkstatt von Jan Kloucek in Kostelec nad Cernymi lesy, in den letzten Jahren etabliert hat. Da seine Ehefrau im nahen Wien beruflich tätig ist, verbringt er einen großen Teil seiner Freizeit in unserer schönen Stadt.
Die Pfeifen, die Michal Novak fertigt, sind von klassischen Formen inspiriert, doch bei den meisten Exemplaren seiner Kollektion entdeckt man interessante und manchmal auch überraschende Interpretationen. Die Formensprache ist von Schwüngen und Biegungen durchzogen und so ergeben sich oft bei genauerem Hinsehen verspielte und dennoch präzise Details. Als Grundstoff verwendet er Plateau-Bruyère für die Pfeifenköpfe, sowie Acryl für Mundstücke. Sehr gerne versieht er seine Werke mit Sterling-Silber-Ringen als Applikation." Zitat Ende