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Eigentlich sollte der Tag nach dem Willen der Staatsführung ein Jubeltag werden. Doch für sie wurde er zum Fiasco. In Leipzig ging es hoch her und die Polizei schlug brutal zu. Am folgenden Tag habe ich mich mich dann an die Werkbank gestellt und die Sache auf meine Art verarbeitet. Ein Polizeiauto aus Holz mit vermummten Bullen, einen Herrn mit Schlapphut und Ledermantel und einen blutenden Zusammmengeschlagenen. Das Auto habe ich nie weggegeben und es steht seit 20 Jahren noch immer in unserem Musterschrank.
Hier etwas zum Tag:
Hallo Peter,
ja die Jubeltage der DDR. Wie viele gingen damals hin und schwenkten die Fahnen um eine Sonderpremie von 20,- (???) Ostmark zu kassieren. Nicht im Zusammenhang dieses Videos / Datums, aber leider sehr oft. Was meine ELtern allein in der Schule antanzen mussten, da ich zum 1. Mai nicht mit Fahnen schwingen ging und Parolen brüllte.
Ich finde gut wie Du Deien Gefühle damals verarbeitet hast und würde dieses Stück niemals hergeben! Denn keiner kann Deine Empfindugen im Moment des bauens nachvollziehen.
Da fallen mir die Geschichten ein, die mein Vater mir berichtete vom 17. Juni. Auch in Dresden fuhren die Panzer auf und mein Vater war heil froh noch eine der letzen Straßenbahnen aus dem Zentrum heraus erwischt zu haben.....
Heute früh stand es mal wieder im unserem Blickpunkt. Das Hitlerbärtchen beim Stasimann ist mir eigentlich nie so aufgefallen wie heute. Wahrscheinlich malte ich es damals intuitiv in die vierschrötige Boxerfresse.
(Für Unkundige: DVP 7.10 - Deutsche Volkspolizei am 7. Oktober 1989)

Zum Jahreswechsel bekamen unsere Freunde dann wie jedes Jahr ein Geschenk (Es war in Kreisen mit kreativen Menschen üblich, mit Freunden selbstgebaute/ -gemalte/ -geformte Geschenke auszutauschen - es hat sich zT bis heute erhalten) - das war dann ein kleines Auto mit der Trikolore über der Haube. Ich sehe es bei Besuchen dort noch immer stehen.
Im Gegensatz zum 3.10. der eher halbherzig gefeiert wurde, werden diese Tage (7. un 9.10.) natürlich durch die Leipziger ausgiebig gewürdigt werden
Übrigens bin ich angenehm überrascht, dass ich hier nicht wie ehemals in einem benachbarten Forum mit dem Hinweis angemacht werde, dass in einem Pfeifenforum solche und politische Themen überhaupt unerwünscht sind.
Zitat von PL
Übrigens bin ich angenehm überrascht, dass ich hier nicht wie ehemals in einem benachbarten Forum mit dem Hinweis angemacht werde, dass in einem Pfeifenforum solche und politische Themen überhaupt unerwünscht sind.
Es sind Dinge die auch Pfeifenraucher bewegen. Nicht alle, aber viele, denke ich mal.
Danke für die Fotos. Die Figuren erinnern ein wenig an die Matroschkas, welche es damals zu hauf gab.
Ich meine vom Korpus her.
Habe einige davon, mitunter die Sonderedition der Moskauer Olympiade damals. Klar, die Matroschkas sind etwas bauchiger. Man verzeihe mir den Vergleich. 
Zitat von PL
Übrigens bin ich angenehm überrascht, dass ich hier nicht wie ehemals in einem benachbarten Forum mit dem Hinweis angemacht werde, dass in einem Pfeifenforum solche und politische Themen überhaupt unerwünscht sind.
Das hab ich sowieso nie verstanden... ...aber kenn ich, bei manchen geht die Pfeife an und gleichzeitig der Verstand aus...
Weiss noch jemand das Datum, wo Genschman auf dem Botschaftsbalkon stand? Gibts dazu auch ein vid bei yt?
Gruss Arno 



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Oh Peter, wenn damals einer diese Arbeit gesehen hätte, dann hätte dich aber der Stasi-Mann abgeholt. Klasse gemacht und eine ewige Erinnerung an diesen Tag. Sogar das Kennzeichen ist durchdacht.
Ich selber wohne ländlich, hier gab es nur friedliche Montagsdemos in Quedlinburg. Konnte alles nur im Fernsehen mitverfolgen. Dass kurze Zeit später die Grenzen geöffnet wurden, hätte man da noch nicht im Traum erwartet, also ich zumindest nicht.
Zitat
ja die Jubeltage der DDR. Wie viele gingen damals hin und schwenkten die Fahnen um eine Sonderpremie von 20,- (???) Ostmark zu kassieren.
Ja, manche Betriebe haben 20,00 Mark bezahlt. Wir haben nichts bekommen, nur am 1. Mai die rote Mainelke.
Wegen den 20,00 Mark ist glaube ich aber auch kaum einer gegangen, vielmehr, weil es sonst mehr Ärger als für Arbeitsbummelei gegeben hätte. Es war eben so, man musste marschieren, ansonsten hatte man stramm zu stehen. 
Liebe Grüße
Elke
Zitat
wenn damals einer diese Arbeit gesehen hätte, dann hätte dich aber der Stasi-Mann abgeholt.
Wir hatten ja ab und zu Besuch von einem unserer 13 " Freunde". Ich zeigte natürlich meine Holzarbeiten. Das war dann wohl auch der Grund, weshalb ich eine "Einladung" bekam, in einem der Rochlitzer "Gesprächsräume" ohne Innenklinken zu erscheinen, in dem mir dann von zwei smarten Herren wie im Mittelalter die Folterinstrumente ( polizeiliche Antiterrortechnik, usw) gezeigt wurden, verbunden mit der dringlichsten "Bitte" mich vom Neuen Forum, bestimmten Leuten und Demonstrationenn fernzuhalten.
Aber wie bereits gesagt: ich sehe trotzdem den DDR - Sicherheitsdienst sehr differenziert und auch die Leute, die ihm dienten.
Übrigens sah ich die beiden Herren aus dem Rochlitzer Stasi-Büro im Sommer 1990 in Frankenberg wieder(Sie hatten einen Schlüsseldienst/ davon verstanden sie offenbar etwas
eröffnet). Wir sprachen miteinander und sie meinten, ich solle es doch alles nicht so verbissen sehen - sehe und sah ich auch nicht - aber die Faust zuckte in der Hosentasche.............
Hallo Peter,
danke fürs video, ich hab schon wieder so viel vergessen...
Wo sind die Kerlchen eigentlich, die Horst Hano damals die Bänder abgenommen haben... schämen die sich wenigstens...
...und das Zucken Deiner Hand in der Hosentasche hat sicher keine neurologische Ursache...
Gruss Arno 



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